Bericht des Bundesdrogenbeauftragten 1,3 Millionen Deutsche von Glücksspiel abhängig

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Einen deutlichen Einbruch verzeichnete die virtuelle Automatensteuer mit einem Rückgang von 38,5 Prozent.

Terrestrische Spielbanken in Deutschland

Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback. Deutschland hat 2023 rund 2,48 Milliarden Euro an Steuern aus Glücksspielen wie Lotto, Sportwetten und Onlinepoker eingenommen. Die Einnahmen lagen 3,6 Prozent unter dem Wert des vergangenen Jahres, im Zehnjahresvergleich stiegen sie jedoch um 51,5 Prozent. Die Lotteriesteuer war 2023 die wichtigste Einnahmequelle im Bereich Glücksspiel und sorgte für Einnahmen von rund 1,77 Milliarden Euro – ein Anstieg um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Gegensatz dazu sanken die Einnahmen aus Sportwetten um 5,2 Prozent auf 409 Millionen Euro. Nach 430 Millionen Euro im Jahr 2022 waren es 2023 nur noch 264 Millionen Euro. Auch die Steuern aus Onlinepoker gingen zurück: Sie fielen um 7,5 Prozent auf 30 Millionen Euro. Beide Steuerarten waren erst 2021 mit dem Glücksspielstaatsvertrag eingeführt worden.

Maßnahme Beschreibung Verpflichtend seit
Einheitliche Sperrdatei (OASIS) Zentrale Datei für spielersperren über alle lizenzierten Anbieter 2023
Monatliches Einzahlungslimit (Standard) Voreingestelltes Limit von 1.000 € pro Monat, anpassbar 2021
Verpflichtende Spielunterbrechung Pop-up nach einer Stunde kontinuierlichen Spielens 2021
Verlustlimits (optional) Spieler können eigene wöchentliche oder monatliche Verlustlimits setzen 2021

Die Regelung der Rennwett- und Lotteriesteuer liegt in der Verantwortung der Bundesländer.

Spezielle Ratgeber zum Glücksspielrecht

Noch mehr Befragte (86,3 %) wissen um das Teilnahmeverbot für Minderjährige. Ein solches Verbot wird von 89,5 % befürwortet. Auch die Aufklärung über Suchtgefahren von Glücksspielen halten 85,5 % % der Befragten für wichtig. Für eine Beschränkung von Werbung für Glücksspiele sprachen sich 74,2 % aus. Im Vergleich zwischen den Jahren 2021 und 2023 zeigt sich ein relativ stabiles Glücksspielverhalten der bundesdeutschen Bevölkerung.

Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen

Das klassische cas casino bonus ohne umsatzbedingungen ohne einzahlung LOTTO 6aus49 steht weiterhin an erster Stelle. Beim Eurojackpot gab es eine signifikante Zunahme des Anteilswerts auf 13 % in 2023 (10,7 % in 2021). Bei Sportwetten mit festen Quoten und Online-Automatenspielen gab es leichte Rückgänge der Spielteilnahme. Für die Teilnahme an riskanten Glücksspielspielformen (Automaten- und Kasinospiele, Sportwetten [ohne TOTO], KENO) ergeben sich zusammengefasst für die Jahre 2021 und 2023 Prävalenzwerte von 7,4 % und 6,9 %. Dabei ist das Onlinespiel von 5,0 % auf 3,8 % signifikant zurückgegangen. Die Einnahmen fließen direkt an die Länder.

Gesetz / Vertrag Inkrafttreten Zentraler Inhalt
Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) 01.07.2021 Grundlage für den liberalisierten, regulierten Online-Markt
Zweites Gesetz zur Änderung des GlüStV 01.01.2024 Anpassungen z.B. bei Werbebeschränkungen und Spielersperren
Richtlinie zur Werbung für Glücksspiele 2023 Beschränkung von Werbung in TV/Radio (21-5 Uhr) und online
Ländervereinbarung zur GGL 2020 Errichtung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde

Nordrhein-Westfalen erzielte 2023 mit 535 Millionen Euro den größten Anteil, gefolgt von Bayern mit 350 Millionen Euro und Baden-Württemberg mit 300 Millionen Euro.

Letzte Änderungen

Bei glücksspielbezogenen Störungen zeigen sich zwischen beiden Erhebungsjahren keine signifikanten Unterschiede. Lag der Anteil Erwachsener mit einer Glücksspielstörung im Jahr 2021 bei 2,3 % der bundesdeutschen Bevölkerung, so liegt er 2023 bei 2,4 %. Auch im Hinblick auf die einzelnen Schweregrade der Störung traten keine signifikanten Veränderungen auf. Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch bei der Betrachtung von Alter und Geschlecht der Personen mit einer Glücksspielstörung: 2021 lag der Anteil von Frauen mit einer schweren Glücksspielstörung bei 0,2 %; in der aktuellen Untersuchung lag er bei 0,5 %. Noch deutlicher ist der prozentuale Anstieg bei den 18 bis 25-Jährigen mit einer schweren Glücksspielstörung.

Online schlägt offline

Er stieg von 0,7 % in 2021 auf 2,1 % im Jahr 2023. Bundeshaushalt: 2,5 Milliarden Euro Steuereinnahmen durch Glücksspiel im Jahr 2023 Lotto, Sportwetten, Onlinepoker: Glücksspiel bleibt für Deutschland eine verlässliche Einnahmequelle. Auch 2023 flossen über zwei Milliarden durch Steuern in die Kassen. Deutschland hat 2023 insgesamt 2,48 Milliarden Euro an Steuern aus Glücksspielen eingenommen, wobei die Lotteriesteuer die wichtigste Einnahmequelle war. Die Einnahmen lagen 3,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, stiegen jedoch im Zehnjahresvergleich um 51,5 Prozent. Norman Albers, Deutscher Buchmacherverband,Essen; Doris Albrecht, Institut für Medizinische Psychologie, Charité Berlin; Peter Bendixen, Privatuniversität für Wirtschaft undEthik, Wien;Jobst Böning, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Würzburg, Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V.

Kennzahl Sportwetten Online-Casino Poker
Durchschnittl. monatl. Einsatz (€) 185 € 240 € 310 €
Altersdurchschnitt (Jahre) 34.5 38.2 32.1
Männer / Frauen Anteil 85% / 15% 72% / 28% 91% / 9%
Session-Dauer (Minuten) 22 41 68

(DHS); Johannes Dietlein, Universität Düsseldorf; Jörg Ennuschat, Universität Konstanz; Ilona Füchtenschnieder, Fachverband Glücksspielsucht e.V., Herford; Ihno Gebhardt, Innenministerium des Landes Brandenburg, Potsdam;Sabine Miriam Grüsser-Sinopoli , Universität Mainz; Josef Hoch, Landgericht Berlin;Lothar Hübl, Universität Hannover; Stefan Korte, Universität Göttingen;K.

Einnahmen bei 13,4 Milliarden Euro

Nordrhein-Westfalen erzielte den größten Anteil an Einnahmen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Steuereinnahmen aus Sportwetten, virtuellen Automaten und Onlinepoker gingen jedoch zurück. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. PeterMailänder/PeterMailänder, Rechtsanwälte Haver & Mailänder, Stuttgart;Martin K.

Illegaler Schwarzmarkt in Milliardenhöhe

Im Hinblick auf den höchsten Schulabschluss ergeben sich kaum Unterschiede: Sowohl Personen mit Hauptschulabschluss, Mittlerer Reife und Abitur machen jeweils etwa ein Drittel derer aus, die aktuell glücksspielen. Zumindest einmal in der Woche spielen 12,2 % der Befragten. Nur über 3,6 % der Befragten glücksspielen zwei- oder dreimal im Monat. 9,8 % aller Befragten nehmen einmal im Monat an Glücksspielen teil und 11,0 % noch seltener. Ausschließlich in terrestrischen Spielstätten spielen 17,3 % der Befragten.

Die Römer und das verbotene Vergnügen

Weiter 10,7 % spielen ausschließlich online und 7,8 % nutzen beide Zugangswege. 27,2 % aller Befragten nehmen an nur einer Art von Glücksspielen teil. Eine Teilnahme an zwei oder noch mehr Arten von Glücksspielen ist deutlich seltener. Insgesamt liegen zwei Glücksspiele mit großem Abstand vorn: Mit 19,8 % nehmen am meisten Befragte am klassischen Lotto 6aus49 teil. Dahinter liegt die Teilnahme am Eurojackpot mit 13,0 % an zweiter Stelle. Moser, Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, Luxembourg; Hans-Jörg Odenthal, Kanzlei Odenthal & Repschläger, Köln; Dirk Postel, Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Magdeburg; Gerhard Rombach, Süddeutsche Klassenlotterie, München; Philippe Vlaemminck, Lawfirm Vlaemminck & Partners, Gent, Belge; Winfried Wortmann , Westdeutsche Lotterie, Münster, Association of European Lotteries.

Pathologisches und problematisches Spielverhalten in Deutschland

Weitere 6,9 % der Befragten haben an riskanten Glücksspielformen wie Automatenspielen, Casinospielen oder Sportwetten teilgenommen. Ein zentraler Befund des Surveys ist, dass 2,4 % der Bevölkerung eine Glücksspielstörung aufweisen. Der Survey unterscheidet dabei zwischen einer leichten (1,0 %), mittleren (0,7 %) und schweren Störung (0,7%). Von einer Glücksspielstörung sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Eine Glücksspielstörung tritt am häufigsten bei Personen auf, die Automaten im Internet spielen, gefolgt von Teilnehmenden an Live-Sportwetten.

Staatlich erlaubte Lotterien – im Auftrag des Gemeinwohls

Zudem weisen 6,1 % der Befragten Anzeichen für ein riskantes Glücksspielverhalten auf. In der Untersuchung wurde bei 0,4 % der Jugendlichen ein problematisches Glücksspielverhalten festgestellt. Ein Anteil von 15,0 % der Befragten gab an, dass sie eine Person kennen, die Probleme mit dem Glücksspielen hat. In den meisten Fällen handelt es sich um Personen aus dem erweiterten Bekanntenkreis, Freundinnen oder Freunden auf, gefolgt von Arbeitskolleg*innen. Die deutliche Mehrheit (80,8 %) der Befragten gab an, gut um die Risiken des Glücksspielens Bescheid zu wissen. Ökonomie Ihno Gebhardt: Einführung und Übersicht; Gerhard Rombach: Zur Lotteriegeschichte; Peter Bendixen: Ökonomie des Glücksspiels; Norman Albers:Struktur und ökonomischeBeurteilung des Sportwettenmarktes in Deutschland; Lothar Hübl: Der Markt für Spielbanken in Deutschland; Annette Kümmel: Die Sicht der privaten Fernsehsender zur Regelung des Glücksspiels.

  • Werbekampagnen für Sportwetten im Fernsehen und Online
  • Sponsoring von Fußball-Bundesliga-Vereinen und -Stadien
  • Social-Media-Marketing und Influencer-Kooperationen
  • Verbotene Werbung und rechtliche Grenzen
  • Prominente als Werbegesichter für Glücksspielmarken
  • Bonussysteme und Werbeaktionen für Neukunden

Recht Ihno Gebhardt: Zivilrechtliche Grundlagen des Glücksspiels; Andreas Mosbacher: Die Strafbarkeit von Glücksspiel, insbesondere der Sportwetten, unterBerücksichtigung des Europarechts; Josef Hoch: Zur Einschränkung (straf-)rechtlicher Verantwortung infolge von "Spielsucht"; Johannes Dietlein: Verfassungsrechtliche Aspekte des deutschen Glücksspielrechts; Winfried Wortmann/Philippe Vlaemminck: Europäische Aspekte zur Lage des Glücksspiel; Jörg Ennuschat: Der gemeinschaftsrechtliche Rahmen für Glücksspiele; Martin K.

Inanspruchnahme der Versorgungssysteme

Oktober 2023 wurden dazu 12.308 Interviews geführt. Ein direkter Vergleich mit den Untersuchungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus den 2008 bis 2020 ist jedoch nicht ohne weiteres möglich: Von der BZgA wurden nur telefonische Befragungen durchgeführt. Beim Glücksspiel-Survey erfolgten dagegen zusätzlich Online-Befragungen, um eine höhere Repräsentativität sicherstellen. Für Erwachsene wurde das Screening auf glücksspielbezogene Probleme anhand der Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-5) durchgeführt. Für Minderjährige wurde dieses Screening mit dem DSM-IV-Multiple Response-Adapted for Juveniles (DSM-IV-MR-J) vorgenommen.

Paul Gauselmann und der Einfluss von Merkur

Insgesamt haben 36,5 % der Teilnehmenden in den letzten 12 Monaten vor der Befragung an mindestens einem Glücksspiel teilgenommen: von den befragten Männern waren es 40,4 %, von den Frauen hingegen nur 32,7 %. Dieser Befund bedeutet zugleich, dass 63,5 % der Bevölkerung gar nicht an Glücksspielen teilgenommen haben. Der Anteil der Glücksspielenden ist in der Altersgruppe der 56- bis 70-jährigen mit 41,2 % am größten. Der Anteil der glücksspielenden Männer ist für alle Glücksspiele höher als der Anteil der Frauen. Von den Personen mit Migrationshintergrund spielen 29,8 % – Personen ohne Migrationshintergrund nehmen zu 38,7 % an Glücksspielen teil. Moser: Steuerrechtliche Aspekte der Rechtsprechung des EuGH im Bereich des Glücksspiels; Werner Meng/Tilmann Lahann: Glücksspiel-Dienstleistungen im Lichte des WTO-Rechts; Ihno Gebhardt: Zur aktuellen Situation des Glücksspielwesensin Deutschland;Peter Mailänder: Glücksspiel im Kartellrecht; Dirk Postel: Glücksspiel und Jugend(medien)schutz; Stefan Korte: Glücksspiel im und über Internet; Ihno Gebhardt: Das bundesrechtliche Regelkonvolut zum Glücks- und Gewinnspiel;Hans-Jörg Odenthal: Das gewerbliche Spielrecht;Ihno Gebhardt/Dirk Postel: Die Neuregelung des Glücksspielwesens in Deutschland; Ihno Gebhardt/Thomas Gohrke: Spielbankenrecht; Gerhard Rombach: Klassenlotterien gestern, heute, morgen?

  • Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe (Schwerpunkt Spielbank)
  • Studiengänge im Bereich Tourismus und Eventmanagement mit Casino-Bezug
  • Weiterbildungen zum Thema Spielerschutz und Compliance
  • Berufe wie Croupier, Spielbankleiter oder Sportwetten-Trader
  • Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen der Branche